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Unromantischer Job für privaten Sicherheitsdienst

Ein italienisches Security Unternehmen soll künftig die Ponte Milvio in Rom bewachen.

Ob das den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes Spaß macht? Italienische Wachmänner sollen künftig auf einer römischen Brücke patrouillieren, die bisher Treffpunkt und romantischer Sehnsuchtsort für verliebte Teenager war. Nachdem der italienische Liebesroman "Ich steh auf dich" von Federico Moccia einen regelrechten Hype um sogenannte „Liebesschlösser“ ausgelöst hatte, wurde es den römischen Behörden jetzt zu bunt: Sie wollen alle metallenen Vorhängeschlösser, die verliebte Paare als Symbol ihrer Verbundenheit am Geländer der Tiberbrücke angebracht haben, offiziell entfernen lassen. Der Hintergrund sind Beschwerden der Anwohner, die beklagten, dass durch die „Liebesschlösser“ die Brücke rund um die Uhr von jungen Leuten belagert würde und man dort Partys bis zum frühen Morgen feiere. Die Nachbarschaft solle sich nicht zum lauten Amüsierviertel entwickeln. Das bedeutet das Aus für die romantischen Schlösser – natürlich zur Empörung von Romanautor Moccia: „Rom überlässt Paris die Liebesbrücken-Tradition, die hier ihren Ursprung hat und auch hier bleiben sollte.“ Doch seine Einwände werden von den Behörden nicht gehört, die stattdessen die abgenommenen Schlösser in einem römischen Museum ausstellen will. Und so werden sich die Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, der speziell für diese Bewachung engagiert wird, wohl auf einen unromantischen Job einstellen müssen, wenn sie künftig junge Liebespaare von zärtlichen Rendez-vous auf der Brücke, aber auch vom Anbringen neuer Schlösser abhalten müssen – gerade für italienische Security Mitarbeiter sicher eine schwere Aufgabe.

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