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Städtischer Sicherheitsdienst in München geplant

Aufgrund vermehrter Attacken - eigener städtischer Sicherheitsdienst in München geplant

Das städtische Sozialreferat München verzeichnet leider immer häufiger gewalttätige Übergriffe durch aggressive Kunden, die auf Mitarbeiter losgehen. Von den derzeit etwa 4500 Angestellten im Sozialreferat arbeitet mehr als die Hälfte im Publikumsverkehr. Während es laut Statistik im Jahr 2012 noch 73 Attacken gab, stieg die Anzahl auf 106 im Jahr 2015 und auf 142 im Jahr 2017. Durch diesen extremen Anstieg wird diese Stelle von der Stadt mittlerweile als besondere Gefährdungslage eingestuft.

Inkompetente Sicherheitsdienst-Mitarbeiter

So besteht aktuell dringender Handlungsbedarf, und das nicht nur aufgrund des Anstiegs der Übergriffe, sondern auch aufgrund schlecht ausgebildeter Sicherheitsdienst-Mitarbeiter. Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) sieht Ihre Angestellten in Gefahr und kritisiert am Sicherheitsdienst mangelnde Deutschkenntnisse, unzureichende körperliche Fitness (meist aufgrund hohen Alters) und auch fehlende soziale Kompetenz. In Übergriffsfällen würden Sicherheitsdienst-Mitarbeiter wenig bis gar nicht reagieren.
Ein wesentlicher Grund für die inkompetenten Mitarbeiter waren bisher wohl die Sparmaßnahmen. Den Job bekam einfach derjenige Sicherheitsdienst, der am günstigsten war, worunter dementsprechend auch die Qualität litt.

Neue Sicherheitsvorkehrungen und besser bezahlter Sicherheitsdienst

Doch dies soll sich nun ändern. Dorothee Schiwy fordert einen eigenen städtischen Sicherheitsdienst mit angemessener Bezahlung. Zudem sollen mehr Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz getroffen werden, wie etwa die Schulung der Mitarbeiter für das Verhalten bei Bränden, Amokläufen, Unfällen und anderen Notfällen. Zudem sollen zusätzliche Fluchttüren eingebaut und ein Alarmknopf installiert werden.
Denn Sicherheit sollte immer vorrangig sein und Einsparungen dürfen niemals auf Kosten der Qualität geschehen und Mitarbeiter in unnötige Gefahren bringen!

Bildquelle: Diliff [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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