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Sicherheitsdienste nicht systemrelevant?

Corona-Krise: Sicherheitsdienste nicht systemrelevant in allen Bundesländern

Die derzeitige Corona-Krise stellt private Sicherheitsdienste - auch in München - vor große Herausforderungen, denn ein wesentlicher Aufgabenbereich fällt nun weg - Sportevents, Konzerte, Messen und sonstige Veranstaltungen finden nicht mehr statt. Auch auf Flughäfen sind die meisten Stellen weggebrochen. Zum Teil gelingt es zwar, die vielen freigesetzten Stellen umzuschichten, da es bei Banken und Supermärkten erhöhte Nachfrage gibt. Dennoch lassen sich damit die Verluste bei den meisten Unternehmen noch lang nicht wieder wettmachen. Hinzu kommt ein hoher Krankenstand, der etwa bei 30 Prozent liegt. Diese Umstände führen viele Sicherheitsfirmen in eine Krise.

Sicherheitsdienst München
Sicherheitsdienst München

Sachsen-Anhalt - wenig Unterstützung, da nicht systemrelevant

Ein weiteres Problem ist, dass Sicherheitsdienste in einigen Bundesländern nicht als unentbehrlich gelten, wie zum Beispiel in Sachsen-Anhalt. Dies macht sich dahingehend bemerkbar, dass Firmen weniger Ansprüche haben und zum Beispiel die Notbetreuung von Schulen oder Kindergärten wegfällt.
Bernd Weiler, Sprecher des bekannten Sicherheitsunternehmens Securitas, fordert, dass Angestellte von Sicherheitsdiensten ebenfalls zu den systemrelevanten Berufen gehören sollten. Dies würde mehr Arbeitsplätze schaffen und die Mitarbeiter bekämen außerdem die nötige Schutzausrüstung wie Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel.

Sicherheitsunternehmen, die Standorte der Pharmaindustrie überwachen, bilden bisher die einzige Ausnahme. Die Angestellten können dort nämlich zu den Unterstützern der pharmazeutischen Versorgung gezählt werden, womit sie wieder als essentielle Schlüsselpersonen zu betrachten sind und als systemrelevant gelten.

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