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Sicherheitsdienste in Konstanz heftig diskutiert

Einsatz Sicherheitsdienst in Konstanz

Pro und Contra: Bürger diskutieren in Konstanz intensiv über den Nutzen privater Sicherheitskräfte.
Streitgespräche am See: Die Bürger von Konstanz scheiden sich momentan in zwei Parteien. Die einen wollen, dass am Ufer des Sees künftig private Sicherheitskräfte bei Feiern und Partys für einen geregelten Ablauf sorgen, die anderen sind der Meinung, dass die bisherigen Sicherheitsvorkehrungen ausreichen. Im „Südkurier“, einer regionalen Tageszeitung, konnte man am 13.12. eine spannende Online-Kontroverse lesen. Pro und Contra wurden hier offen diskutiert; der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat, Roger Tscheulin, plädierte eindeutig für private Sicherheitskräfte. Sein Hauptargument (das übrigens an dieser Stelle auch im Zusammenhang mit anderen Fällen immer wieder genannt wurde) ist das der Prävention. Es gehe nicht darum, dass man eine „Privatpolizei“ mit hoheitlichen Befugnissen ausstatte. Vielmehr sollten die privaten Security Mitarbeiter Präsenz zeigen, damit Ausschreitungen schon im Vorfeld unterbunden werden könnten.

Gewaltbereite sollten sehen: Hier sind Leute, die im Falle des Falles reagieren und auch sofort die Polizei hinzuziehen würden. Die Erfahrung in vielen anderen Gemeinden hat gezeigt, dass dieser Ansatz Wirkung zeigt und sich Gewaltdelikte durch die bloße Anwesenheit von privaten Sicherheitskräften deutlich reduzieren ließen. Dagegen sprach sich die Stadträtin der Freien Wähler Gabriele Greiner aus. Sie hat die sogenannten „Nachtwanderer“ in Konstanz gegründet, eine private Initiative engagierter Bürger, die freiwillig eine Art Streifengang bei nächtlichen Veranstaltungen machen. Das Argument Greiners, diese Nachtwanderer hätten im Gegensatz zu privaten Sicherheitsdiensten einen deeskalierenden Ansatz, ist jedoch im Hinblick auf die Security Unternehmen falsch, denn auch diese versuchen in erster Linie durch Gespräche mit den Jugendlichen, durch psychologisches Einfühlungsvermögen und die oben erwähnte Präsenz Vandalismus und Randale zu unterbinden.

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