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Sicherheitsdienste an deutsch-polnischer Grenze

Sicherheitsdienste an deutsch-polnischer Grenze

Private Sicherheitsdienste im Einsatz im deutsch-polnischen Grenzgebiet.

Bauern und Geschäftsleute in Brandenburg engagieren private Sicherheitskräfte zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl.

Das erste Schengener Abkommen aus dem Jahr 1985 weckte damals große Hoffnungen, was die europaweite Bekämpfung von Kriminalität anbelangte. Seit damals sind fast drei Jahrzehnte vergangen, und mittlerweile gibt es leider auch „Grenzbereiche“, in denen genau das Gegenteil der ursprünglichen Zielsetzung bewirkt wurde. Geschäftsleute und Bauern im Osten Brandenburgs, also im deutsch-polnischen Grenzgebiet, bekommen schmerzhaft die Auswirkungen organisierter Bandenkriminalität aus Osteuropa zu spüren. Wie die „Märkische Allgemeine“ am 7. März berichtete, müssen immer mehr Landwirte ihr Material, wie z. B. hochwertige Traktoren, vor Einbrechern schützen, und zwar mit Hilfe privater Sicherheitsunternehmen.

Die Polizei allein wird der Straftaten nicht mehr Herr. Für manchen Bauern hat so eine Diebstahlsserie schon den wirtschaftlichen Ruin bedeutet: Kaum waren die Traktoren fast abbezahlt und sollten nun erstmals im wahrsten Sinne des Wortes Gewinn „einfahren“, gerieten sie in Diebeshände. Dabei sind die Betroffenen sich sicher, dass sie von den Banden systematisch ausspioniert werden, bevor die Kriminellen zuschlagen. Den Vorwurf der Polizei, sie hätten ihren Besitz nicht ausreichend gesichert, weisen die Opfer von sich. Neben dem Einsatz privater Security Unternehmen haben sie sich mancherorts sogar schon zu Bürgerpatrouillen zusammengeschlossen und monieren ihrerseits, dass sie von der Polizei nicht ausreichenden Schutz erhielten. So lange Betroffene und Polizei sich den Schwarzen Peter gegenseitig zuschieben, werden private Sicherheitskräfte als zusätzliche Unterstützung unerlässlich sein. Doch die eigentlichen Ursachen sind politischer Natur und werden sich mit Ordnungsmaßnahmen allein nicht in den Griff bekommen lassen.

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