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Sicherheitsdienste als Lösung auf Schalke

Sicherheitsdienste als Lösung?

Private Sicherheitsdienste als Lösung für den Einsatz auf Schalke?

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) zieht Polizeischutz aus der Arena zurück

Das erhitzt seit einigen Wochen nicht nur die Gemüter eingeschworener Fußballfans, sondern ruft Journalisten, Polizei- und Rechtswissenschaftler auf den Plan: Nachdem die Polizei am 21. August beim Play-off-Spiel der Champions League zwischen dem FC Schalke 04 und Paok Saloniki in den Schalker Fanblock eingedrungen war, erntete sie herbe Kritik vom Verein für ihr Vorgehen. Durch ihr Einschreiten hatte sie gewalttätige Ausschreitungen verhindern wollen, nachdem Schalker Ultras ein Banner gezeigt hatten, das die Gästeanhänger provozieren sollte. Doch der Verein kritisierte das Vorgehen der Polizei deshalb so harsch, weil neben den Provokateuren auch friedliche Fans vom eingesetzten Pfefferspray getroffen worden waren.

Polizeigewerkschaft (DPolG) Nordrhein-Westfalen

Die Polizei wehrte sich, so etwa mit den Worten von Erich Rettinghaus, dem Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Nordrhein-Westfalen: „Es kann nicht sein, dass die Polizei jetzt als Schuldige ausgemacht wird und wir die Vereine nicht hinter uns haben. Es wurde – wie in jedem anderen Fall – genau überlegt, ob man einschreiten muss oder nicht.“ Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger von der SPD hat nun entschieden, die Polizei generell nicht mehr im Gelsenkirchener Stadion einzusetzen. Er ist der Auffassung, dass es Aufgabe der Vereine sei, für Sicherheit zu sorgen, etwa durch das Engagieren privater Sicherheitsdienste. Bisher gibt es viele Beispiele für eine gute Zusammenarbeit zwischen privaten Security Unternehmen und Polizei in deutschen Stadien – der alleinige Einsatz privater Sicherheitskräfte ist jedoch ein Novum. Wie Spiegel Online indes am 14. September berichtete, gibt es ermutigende Beispiele aus der Schweiz, wo man gute Erfahrungen mit polizeifreien Fußballarenen gemacht habe.

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