Sicherheitsdienst am Erholungsgelände Ambach
Müll und Überfüllung am Starnberger See: Gemeinde reagiert mit strengeren Maßnahmen – „Nur gemeinsam funktioniert Naherholung“
Das Erholungsgelände Ambach am Starnberger See steht zunehmend unter Druck. Immer mehr Besucher sorgen insbesondere in den Sommermonaten für ein höheres Verkehrsaufkommen, steigende Müllmengen und stark frequentierte Uferbereiche. Die Gemeinde setzt deshalb seit Beginn der aktuellen Badesaison erstmals einen Sicherheitsdienst auf dem Gelände ein.
Bei einem sogenannten Betreuungsgespräch tauschten sich Vertreter der Gemeinde Münsing, des Landratsamts, der Polizei sowie weiterer Fachstellen über die aktuelle Situation aus. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen des wachsenden Besucherandrangs sowie bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen. Darüber informierte Marlis Peischer, Pressesprecherin des Landratsamts.
- Münsings Bürgermeister Hubert Bernwieser sieht den steigenden Besucherstrom am Erholungsgelände Ambach mit Sorge.
- Seit der Badesaison 2026 gelten neue Vorschriften, darunter ein Grillverbot sowie ein Verbot, Kites während des Badebetriebs auszulegen.
- Erstmals überwacht ein Sicherheitsdienst das Gelände und kann bei Bedarf auch die Personalien von Besuchern aufnehmen.
Bürgermeister Bernwieser warnt vor Folgen des Besucheransturms am Starnberger See
Beim Betreuungsgespräch machte Bürgermeister Hubert Bernwieser deutlich, wie groß die Herausforderungen inzwischen geworden sind. Das Erholungsgelände Ambach sei ein bedeutender Naherholungsort – nicht nur für die Einwohner der Gemeinde Münsing, sondern auch für zahlreiche Menschen aus dem Großraum München.
Mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum in der Region steige zugleich der Nutzungsdruck auf Natur- und Erholungsflächen. Ziel der Gemeinde sei es deshalb, den sensiblen Naturraum dauerhaft zu schützen und gleichzeitig allen Besuchern eine attraktive Freizeit- und Erholungsmöglichkeit zu bieten. Voraussetzung dafür sei ein respektvoller Umgang miteinander sowie Lösungen, die sowohl den Bedürfnissen der Menschen als auch den Anforderungen des Naturschutzes gerecht werden.
Ein zentrales Thema war zudem die vom Kreistag beschlossene Änderung der Satzung. So wurden bestehende Feuerstellen entfernt und das Grillen im gesamten Erholungsgebiet untersagt. Während des Badebetriebs dürfen außerdem keine Kites mehr auf den Liegewiesen ausgelegt werden. Unverändert bleiben die Regelungen für Hunde: Während der Badesaison besteht ein Hundeverbot, außerhalb dieser Zeit gilt Leinenpflicht.
Nach Angaben des Landratsamts bilden diese Vorgaben die rechtliche Grundlage für ein geordnetes Miteinander von Erholungssuchenden und Naturschutz. Neue Hinweisschilder, Piktogramme und Übersichtstafeln sollen die Besucher künftig besser über die geltenden Regeln informieren. Darüber hinaus wurde inzwischen ein barrierefreier Zugang zum See geschaffen. Die zentrale Toilettenanlage wird derzeit modernisiert und winterfest ausgebaut.
Sicherheitsdienst am Erholungsgelände Ambach im Einsatz - Parkautomaten sorgen für Probleme
Seit Beginn der Saison ist erstmals ein Sicherheitsdienst auf dem Erholungsgelände im Einsatz. Die Mitarbeiter stehen Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung, beantworten Fragen, schlichten bei Konflikten und können bei Verstößen gegen die geltenden Regeln auch Personalien aufnehmen.
Weniger reibungslos funktioniert derzeit die Parkplatzbewirtschaftung. Nach Angaben des Landratsamts kam es bei den solarbetriebenen Parkautomaten wiederholt zu technischen Problemen. Neben Störungen bei der Kartenzahlung führte insbesondere eine unzureichende Sonneneinstrahlung zeitweise zu Ausfällen der Geräte. An einer dauerhaften Lösung werde bereits gearbeitet.
Susana Edelstein-Foerst vom Landratsamt hob abschließend die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Institutionen hervor. Nur durch das gemeinsame Engagement könne die hohe Qualität des Erholungsgebiets auch bei weiter steigenden Besucherzahlen langfristig erhalten werden.
Quelle: tz.de
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