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Schutz vor Wohnungseinbrüche

Schutz vor Wohnungseinbrüchen durch private Sicherheitsdienste

Private Security Unternehmen übernehmen in wohlhabenden Wohnbezirken Polizeiaufgaben.

Die jüngsten Kriminalstatistiken in Deutschland bieten zum Thema Wohnungseinbrüche ein düsteres Bild: In allen Bundesländern sind Zunahmen zu verzeichnen. Selbst in Bayern, das im Bundesvergleich traditionell gut abschneidet, gab es seit 2011 einen Anstieg um fünf Prozent. Gleichzeitig sinkt die Aufklärungsquote kontinuierlich. Harald Schneider, sicherheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kritisiert dabei heftig die neuen polizeilichen Einsatzkonzepte von Innenminister Herrmann. Er stellt fest, dass private Sicherheitsdienste in den Wohnbezirken wohlhabender Bürger immer öfter die Aufgaben der Polizei übernehmen würden. Daher seien es nicht Münchener Stadtgebiete wie Grünwald oder Bogenhausen, in denen die Zahl der Einbrüche steige. Hier nämlich können es sich die Bürger leisten, selbst Geld für den Einsatz privater Sicherheitskräfte in die Hand zu nehmen. Wo Menschen dies jedoch nicht könnten, wären sie zunehmend Gefahren ausgesetzt. Die Zivilstreifen, die gezielt in gefährdeten Stadtteilen unterwegs waren, werden immer rarer. Trauriger Grund: Es gibt schlicht und einfach nicht genügend Einsatzkräfte. Schneider wird nicht müde, auf diese schwierige Situation hinzuweisen: Es finde eine „Verdrängung der Täter in weniger betuchte Stadtteile“ statt. So kann man nur hoffen, dass die Politik in Zukunft mehr Geld für staatliche Sicherheitskräfte ausgibt, um allen Bürgern den gleichen Schutz vor Verbrechen gewährleisten zu können – andernfalls begibt sich Deutschland auf einen gefährlichen Weg.

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