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Sachsen-Anhalt: Security schützt Studenten

Sicherheitsdienst schützt ausländische Studenten

Sachsen-Anhalt: Privater Sicherheitsdienst schützt ausländische Studenten

In Köthen wurde nach einem rassistisch motivierten Überfall ein privates Security Unternehmen eingesetzt.

Im südlich von Magdeburg gelegenen Köthen, der Kreisstadt des sachsen-anhaltinischen Landkreises Anhalt-Bitterfeld, ist es Ende November zu einem Überfall auf einen chinesischen Studenten gekommen. Die Hochschule will nun einen privaten Sicherheitsdienst einsetzen, um ihre Studenten besser zu schützen. Wie die Online-Zeitung news4teachers.de berichtet, zeigte sich der Präsident der Hochschule, Dieter Orzessek, entsetzt über die Tat. Der Student war am 18. November von mehreren Männern festgehalten worden, als er vor seinem Wohnheim den Müll wegbringen wollte. Die Täter schlugen auf ihn ein und beleidigten ihn. Als es ihm gelang zu entkommen, zertrümmerte einer der Männer die Tür des Wohnheims mit einem Fahrrad. Es stimmt nachdenklich, dass in Deutschland private Sicherheitsdienste eingesetzt werden müssen, damit ausländische Mitbürger vor rassistischen Attacken geschützt werden können – doch wenn die staatlichen Sicherheitskräfte der rechtsradikalen Schläger nicht mehr Herr werden, spricht es für die Hochschule, nach anderen Wegen zu suchen.

Orzessek betonte, dass man auf die Schlägertypen sehr gut verzichten könne, nicht aber auf das kreative Potenzial ausländischer Studierender. „Er verstehe nicht, dass die polizeibekannten Täter wieder auf freien Fuß kamen, nachdem ihre Personalien aufgenommen worden waren“, so news4teachers.de. Der chinesische Student steht noch immer unter Schock und will sobald wie möglich in seine Heimat zurückkehren. Solange der Staat diese Probleme nicht in den Griff bekommt, sind private Security Unternehmen eine Alternative, wenn Polizeikräfte nicht ausreichen – doch es ist höchste Zeit für Bund und Länder, sich den Problemen zu stellen.

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