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Private Sicherheitsdienste in Kasernen

Bewachung der deutschen Kasernen durch private Sicherheitsdienste

Jeder, der noch seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr geleistet hat, hat meist nicht so gute Erinnerungen an die einschläfernden Wachdienste. Es war schon immer so, dass das deutsche Militär seine eigenen Kasernen bewacht. Doch mit Ende des Jahres 2016 soll sich dies ändern. Die Bewachung von den Liegenschaften der Bundeswehr wird nun in die Hand von privaten Sicherheitsdiensten gegeben.

Wenig Geld und wenig Personal

Dieser Wandel hat zwei Hauptgründe. Der Geldmangel ist schon sehr lange ein Thema und mit der geplanten Umstellung kann einiges eingespart werden, da ein Security billiger ist als ein Soldat. Der zweite Punkt ist der Personalmangel. Seitdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde gibt es deutlich weniger Soldaten, die zur Kasernenbewachung zur Verfügung stehen. Ein weiterer Grund findet sich in einer neuen europäischen Arbeitszeitrichtlinie, in der auch Uniformierte nur noch 41 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Es gäbe zwar Ausnahmen, die aber nur bei Notfällen in Kraft treten.
Somit sind die privaten Sicherheitsdienste die Rettung für die zwanghafte, neu ausgerichtete Bundeswehr

Die schwierige Suche nach guten Wachleuten

Die Umstellung, die seit Anfang 2016 im Gange ist, läuft nicht immer reibungslos. Für die letzten Liegenschaften sollen dieses Jahr noch 1800 private Wachmänner eingestellt werden. Diese sind schwer zu bekommen, da sie einerseits bei Flüchtlingsunterkünften gebraucht werden und sie andererseits eine Sachkundeunterrichtung bei der IHK (Industrie- und Handelskammer) besucht haben müssen, um für die Bewachung von Kasernen verantwortlich sein zu können.

Die Nachfrage nach geschultem Sicherheitspersonal ist enorm hoch und wird auch weiterhin steigen. Allein im Jahr 2015 stieg der deutschlandweite Umsatz in diesem Geschäftszweig um 15,5 Prozent.

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