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Gefahrenzone Tankstelle

Immer häufiger patrouillieren Sicherheitsdienste

Überfall auf Lüneburger Aral-Tankstelle lässt Unternehmensleitung über Einsatz privater Security Unternehmen nachdenken.

In Berlin sieht man sie schon an vielen Tankstellen: Breitschultrige Männer, die aussehen, als kämen sie direkt von der N.Y.P.D., stehen nach Einbruch der Dunkelheit im Eingangsbereich und beobachten die Kunden. Dabei liegt ihr Augenmerk sicher nicht auf dem „normalen“ Tankkunden, dem Autofahrer, der hier einen Zwischenstopp einlegt. Interessanter für die Männer der privaten Sicherheitsdienste sind da schon jene Käufer – vor allem Jugendliche – , die sich hier zu später Stunde mit Alkohol versorgen wollen. Oftmals sind sie nicht volljährig, und die Tankstellenbesitzer müssen die Ausweise verlangen, was manchmal mit Aggression oder sogar Randale beantwortet wird. Der Hauptgrund aber für den immer häufigeren Einsatz privater Wachdienste an Tankstellen ist natürlich der Schutz vor Überfällen. Erst in der vergangenen Woche wurde die 39-jährige Pächterin einer Tankstelle in Lüneburg nahe Hamburg von einem maskierten Mann bedroht.

Auch einem Kunden, der sich zufällig noch im Ladengeschäft befand, hielt der Maskierte eine Pistole an den Kopf. Es gelang dem Auslieferungsfahrer jedoch, hinter seinen Wagen zu gelangen und die 110 zu wählen – der Täter ergriff die Flucht. Nun wird unter Hochdruck nach ihm gefahndet. Während die Polizei ihren Teil der Aufgabe übernimmt, will auch die Unternehmensleitung von Aral neue Maßnahmen ergreifen. Eine davon könnte der Einsatz privater Sicherheitsdienste an besonders gefährdeten Filialen sein. Einzelheiten verriet Unternehmenssprecher Detlef Brandenburg jedoch nicht: „Wir wollen schließlich nicht auch den Gaunern verraten, was sie gerne wissen würden.“

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