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Frankfurter Flughafen: Streik Sicherheitsdienste

Der Streik der privaten Sicherheitsfirmen legte am 20.2. den Frankfurter Flughafen lahm.

Am Freitag nachmittag vergangener Woche kam es am Flughafen Frankfurt zeitweise zu regelrecht chaotischen Situationen. Die Mitarbeiter der privaten Sicherheitsdienste, die dort in den Bereichen Service, Frachtkontrolle, Personenkontrolle und Flughafensicherheit tätig sind, legten für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Aufgerufen hatte dazu die Gewerkschaft ver.di, die einen Mindestlohn von 16 Euro für das Sicherheitspersonal fordert. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), hält diese Forderung jedoch für „völlig überzogen“. Das Angebot des Verbandes liegt derzeit bei 12,76 Euro.

Außerdem kritisierte Olschok, dass der Streik die Grenzen eines normalen Warnstreiks weit überschritten habe. Und in der Tat: Die Arbeitsniederlegung der rund 5.000 Mitarbeiter privater Security Unternehmen führte dazu, dass der Frankfurter Flughafen seine Passagiere dazu aufrief, auf alternative Verkehrsmittel wie die Bahn auszuweichen. Es kam zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen Passagieren und Sicherheitspersonal. Der Streikleiter Matthias Venema machte den Flughafenbetreiter Fraport für die schwierige Lage verantwortlich, denn: „Der Flughafenbetreiber war ganz offensichtlich überhaupt nicht vorbereitet auf die Situation oder hatte sie völlig falsch eingeschätzt. Wir haben die Aktion in angemessener Zeit vorher angekündigt.“ Dass die Forderungen nach angemessener Entlohnung des privaten Sicherheitspersonals nicht gänzlich unangemessen sein dürften, beweist u. a. der Umstand, dass sich auch Nicht-Gewerkschafter an dem Streik beteiligten.

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