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Neukölln: Sicherheitsdienste schützen Schüler

Im Berliner Stadtteil Neukölln werden erneut private Security Unternehmen zur Bewachung der Schulen eingesetzt.

Traurig, aber wahr: Im als „Problembezirk“ bekannten Berliner Stadtteil Neukölln müssen private Sicherheitsdienste dafür sorgen, dass es an den Schulen nicht zu Drogenhandel, Diebstahl und gewalttätigen Übergriffen kommt. Eine vergleichbare Großaktion gab es bereits zwischen 2008 und 2011; nun hat der Bezirk Neukölln den Schulwachschutz, der zwischenzeitlich wegen Geldmangel eingestellt wurde, erneut aufgenommen. Dafür wurde insgesamt eine Million Euro aufgebracht. Die Wachmänner werden nach strengen und ganz gezielten Kriterien ausgewählt, denn es ist wichtig, dass sie die Welt verstehen, aus der die jugendlichen Straftäter kommen. So haben die Sicherheitsmänner, die hier eingesetzt werden, meist selbst einen sogenannten „Migrationshintergrund“ und sprechen neben Deutsch auch Sprachen wie Türkisch und Arabisch. Sie dürfen nicht jünger als 25 und nicht älter als 55 Jahre sein und müssen eine gute Ausbildung sowie Erfahrungen im Wachdienst vorweisen.

Nachdem der Bezirk Neukölln das Angebot ausgeschrieben hatte, hatten sich neun private Sicherheitsunternehmen beworben. Die Wahl fiel schließlich auf einen Kölner Anbieter, dessen Berliner Mitarbeiter aber ausschließlich aus Berlin stammen und die Verhältnisse vor Ort gut kennen. 30 Männer werden an den Neuköllner Schulen also ab sofort wieder dafür sorgen, dass ein geregelter Unterricht stattfinden kann. Insgesamt bewachen sie tagsüber zwölf Gebäudekomplexe von elf Schulen; jeweils zwei Männer stehen an den Eingängen der Schulen und sorgen dafür, dass z. B. niemand mit Waffen auf das Gelände gelangen kann.

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