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Berlin: Einbrüche und kein Ende

Berlin: Einbrüche und kein Ende – Nur private Sicherheitsdienste können die Zahl der Verbrechen reduzieren.

Eine erneute Einbruchsserie im gutbürgerlichen Stadtteil Zehlendorf macht den Einsatz privater Sicherheitskräfte unverzichtbar.



Dass sich die Zahl der Einbrüche in Deutschland von Jahr zu Jahr erhöht, ist längst bekannt. Die Hauptstadt spielt in dieser Hinsicht eine traurige Vorreiterrolle: 30 Wohnungen oder Häuser pro Tag sind hier betroffen. Die bekannten Tipps der Polizei zum Schutz vor Einbrechern sind zwar wichtig und richtig, können aber als Schutz allein nicht ausreichen. Schließlich sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass man seine Fenster nicht gekippt lassen sollte, wenn man die Wohnung verlässt. Andere Ratschläge, etwa ein Paar Schuhe vor der Haustür stehen zu lassen, um den Eindruck zu erwecken, dass jemand zu Hause sei, rufen bei hartgesottenen Banden wohl nur ein müdes Grinsen hervor. Und auch ein Querriegel an der Haustür bietet nicht immer ausreichenden Schutz – schließlich gibt es meist zahlreiche Möglichkeiten, über einen Balkon oder eine Terrasse einzusteigen und Fenster von außen auszuhebeln.

Die Kriminalpolizei ist in vielen Fällen überlastet: Kürzlich kam sie erst drei Stunden, nachdem ein Einbruch im noblen Stadtteil Schlachtensee gemeldet wurde. Die Opfer, deren Wohnung verwüstet war und die während der ganzen Zeit vor der Haustür warten mussten, um den Tatort nicht zu verändern, waren mit den Nerven am Ende. Zwar war zuvor schon die Streifenpolizei vor Ort gewesen, doch diese hatte sich darauf beschränkt, den Betroffenen ein paar Prospekte mit den bekannten Ratschlägen in die Hand zu drücken. Nun wird in der Nachbarschaft diskutiert, welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können. Ganz oben auf der Liste: die Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes. Eine Alarmanlage soll aufgeschaltet werden, die per Funk mit dem Security Unternehmen verbunden ist. Geht sie los, so sind die Einsatzkräfte binnen spätestens zehn Minuten am Haus. Der Polizei selbst kann hier kein Vorwurf gemacht werden – sie hat einfach nicht genug Dienststellen und Beamte. Wohl aber muss an einer Senatspolitik herbe Kritik geübt werden, die trotz steigender Einbruchszahlen seit Jahren Polizeikräfte in der Hauptstadt abbaut und deren Bürger so dazu zwingt, sich von privaten Sicherheitsdienstleistern schützen zu lassen.

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