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Auftragsmangel statt Boom

Private Sicherheitsdienste in Coronakrise

Auch wenn private Sicherheitsdienste derzeit viele Krankenhäuser, Behörden, Supermärkte oder Corona-Teststationen überwachen – von einem Boom wie damals bei der Flüchtlingskrise kann trotzdem keine Rede sein. Im Gegenteil, es fallen viele Stellen weg und Neuanstellungen sind kaum möglich, da keine Schulungen stattfinden können.

Keine Großveranstaltungen mehr

Der größte Rückschlag für Sicherheitsfirmen sind vor allem die vielen abgesagten Events und geschlossenen Lokale. Seien es Fußballspiele, Konzerte, Festivals, Museen, Diskotheken oder andere Bereiche, wo früher viele Menschen zusammentrafen - das alles fällt nun weg. Jegliche Großveranstaltungen sind voraussichtlich bis 31. August verboten.
Auch auf den Flughäfen gibt es für Sicherheitsmitarbeiter kaum mehr Arbeit. 95% des Flugverkehrs sind weggebrochen, viele Flughäfen bleiben bis Ende April komplett geschlossen.

Anfänglicher Boom schnell verflogen

Zu Beginn der Coronakrise entstand für die Sicherheitsbranche zwar ein Boom mit deutlich mehr Anfragen als sonst, doch dieser Hype klang sehr schnell ab, nachdem sich die Lage beruhigt hatte. Viele Händler verzichten wieder auf einen Sicherheitsdienst, da Corona schon langsam zum normalen Alltag gehört und die Menschen besser damit umgehen können.

Kein Unterricht, kein neues Personal

Eine weitere Hürde, die die Sicherheitsbranche in Zeiten der Coronakrise auf sich nehmen muss, ist die Tatsache, dass keine Schulungen stattfinden können. Die Industrie- und Handelskammer kann aktuell keinen Unterricht und Abnahme von Prüfungen anbieten, folglich können die Firmen auch keine neuen Mitarbeiter anlernen.

Qualität jetzt stärker gefragt

Was jetzt für die Sicherheitsfirmen bleibt, sind vor allem Banken, Behörden, medizinische Einrichtungen und der Lebensmittelhandel. Mitarbeiter werden eingesetzt, um Abstandsregelungen zu kontrollieren und teilweise auch um Fiebermessungen vorzunehmen.
Insgesamt findet ein großer Wandel in der Sicherheitsbranche statt. „Qualität ist jetzt stärker gefragt“, meint Uwe Bub, Geschäftsführer des GSD Sicherheitsdienstes in München.

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